Voltigieren

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Seit der Mensch sich auf den Pferderücken geschwungen hat, gibt es auch das Voltigieren in der einen oder anderen Form. Schon in der Antike hat man es betrieben und für junge Ritter gehörte es zur Grundausbildung. Es ist also ein Sport mit Geschichte und Tradition, der nun, seit Anfang 2008 auch im Angebot des Reitervereins Worpswede einen festen Platz gefunden hat. Doch was ist Voltigieren eigentlich?


Voltigieren, dass sind tänzerisch-akrobatische Übungen auf dem Pferd. Sie können allein, zu zweit oder auch zu dritt geturnt werden. Die übliche Gangart dabei ist der Galopp, viel wird aber auch im Schritt, selten im Trab gearbeitet.


In den letzten Jahren hat der Voltigiersport mehr und mehr an Bedeutung gewonnen, was sich auch an einem gestiegenen Interesse der Öffentlichkeit an nationalen und internationalen Turnieren zeigt.


Wurde das Voltigieren bis vor wenigen Jahren noch vornehmlich als Einsteigerdisziplin zum Reiten gesehen, so ist es heute eine als Leistungssport anerkannte und ernstgenommene Sparte des Pferdesports. Natürlich hat das Voltigieren auch noch immer seine Daseinsberechtigung als Einstieg für die kleinen, zukünftigen Reiter. In Schritt-, Einsteiger-, Pampers-, Spielgruppen oder wie auch immer die Gruppen für die kleinsten im jeweiligen Verein heißen, lernen die Kinder bereits den richtigen Umgang mit dem Pferd, ohne die Verantwortung tragen zu müssen ein Pferd (oder Pony) selbst beherrschen zu müssen. Das Voltigieren schult ihr Gleichgewicht und damit einen sicheren Sitz auf dem Pferd, es trainiert vorsichtig die Muskulatur ohne sie schädlich zu überfordern und ganz nebenbei wird das Gruppen- und Sozialverhalten der Kinder positiv beeinflusst. Daneben darf man aber eben die leistungsorientierten A-, L-, M- und S-Gruppen nicht vergessen, auf die die Anfängergruppen in erster Linie vorbereiten sollen, und deren Mitglieder wahrhaft sportliche Höchstleistungen vollbringen. Hier zeigt sich auch, wie gut das Gruppen- und Sozialverhalten der Kinder im Anfängerbereich gefördert wurde, denn je weiter eine Gruppe aufsteigt, umso wichtiger wird es, dass jeder sich auf die anderen verlassen kann. Besonders Kraft, Beweglichkeit, Körperbeherrschung, Ausdauer und Mut werden im Leistungsbereich gefordert und gefördert.
Neben all dem, ist Voltigieren aber in erster Linie ein sehr ästhetischer Sport, der es nicht nur schafft, tänzerische, gymnastische und akrobatische Elemente miteinander zu vereinen, sondern sie auch noch auf ein galoppierendes Pferd zu bringen. Den Sportlern gebührt höchste Anerkennung für das was sie, vor allem während der Kür leisten!



Zeitungsartikel Heideloh

Der Anfang ist gemacht

Anfang April starteten die beiden Turniergruppen vom Reiterverein Worpswede in Heideloh auf ihrem ersten Voltigierturnier.
Die Voltigiersparte des RV Worpswede besteht erst seit September 2010. Es gibt eine Anfängergruppe und zwei Turniergruppen.
Für die Turniergruppen wurde der 5jährige Archi und für die Anfängergruppe die 10jährige Sunny angeschafft. Da Archi noch in der Ausbildung zum Voltigierpferd ist und Sunny für die Anfängergruppe startet haben die beiden Turniergruppen jetzt ihr erstes Turnier auf einem Holzpferd bestritten.
Sie stellten dort zum ersten Mal ihre Themenkür (Kostüme und Musik zu Arielle die Meerjungfrau und Das letzte Einhorn) vor. Sie belegten auf Anhieb die ersten beiden Plätze mit den Wertnoten 7,7 und 7,6.
Im Juni geht es zum nächsten Holzpferdturnier. Mal sehen wie sie dann abschneiden.